Mittwoch, 1. Oktober 2008

Gottesdienste

Die Evangelische Gemeinde Deutscher Sprache in Seoul feiert in der Regel an jedem 1. und 3. Sonntag im Monat um 17 Uhr Gottesdienst in der International Lutheran Church in Hannam-Dong.
Achtung: Einige Gottesdienste sind auch im Internationalen Katholischen Zentrum, das ca. 200 Meter vom Lutherischen Zentrum auf derselben Strassenseite Richtung Han-Fluss entfernt ist.

Die Gemeinde beteiligt sich aktiv am Gottesdienst, u.a. bei Lesungen und Gebeten. Häufig gibt es im Gottesdienst einen Musik- oder Liedvortrag. Regelmäßig feiern wir das Abendmahl.

Von Zeit zu Zeit finden besondere Gottesdienste statt.

Nach dem Gottesdienst wird eingeladen zum Kirchenkaffee.

Gäste sind herzlich willkommen!


Zeitplan:

06.12.2009, 17.00 Uhr 2. Advent

20.12.2009, 17.00 Uhr 4. Advent;
Gottesdienst mit Abendmahl


24.12.2009, 16.00 Uhr
ökumenischer Gottesdienst zum Heiligabend. Wir feiern mit unseren Kindern, International Luth. Church


Jahreslosung für 2010: Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich. Joh. 14,1


3. 1. 2010 , 17.00 Uhr
2. Sonntag nach dem Christfest, kein Kindergottesdienst!


17.1.2010, 17.00 Uhr 2. Sonntag nach Epiphanias, Abendmahlsgottesdienst


31.1.2010, 17.00 Uhr So. Septuagesimae


07.02.2010, 17.00 Uhr

21.02.2010, 17.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl

Kindergottesdienst findet gleichzeitig zu den Gottesdiensten statt!


Weitere Veranstaltungen:

Ökumenische Bibelabende

Es gibt wieder ökumenische Bibeltreffen, unter gemeinsamer Leitung der beiden neuen Seelsorger. Als Vorbereitung auf den Advent und das Weihnachtsfest finden vier Abende statt, an denen der Prophet Jesaja und seine Botschaft im Mittelpunkt steht: Mit Jesaja auf Weihnachten zu


Die Treffen finden an vier Donnerstagen statt, jeweils um 19.30 Uhr:

19. November – im katholischen Gemeindezentrum

26. November – in der evangelischen Pfarrwohnung

03. Dezember – im katholischen Gemeindezentrum

10. Dezember – in der evangelischen Pfarrwohnung


Der ökumenische Kirchenchor trifft sich montags um 19.30 Uhr im kath.Pfarrzentrum (Nachfragen unter Monika Hasenberg, Tel. 749-7288 ).

Aktuelles

Vom 11. bis 21. September dieses Jahres hat eine Delegation des Rates der EKD unter Leitung des Ratsvorsitzenden Bischof Wolfgang Huber sowohl Nord- als auch Südkorea besucht. Zwanzig Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer haben sich die Mitglieder des Rates der EKD bewusst in den Teil der Welt begeben, wo Menschen bis heute unter der Teilung ihres Landes als Folge des Kalten Krieges zu leiden haben.
Anfang November werden Christen aus Südkorea mit Christen aus Nordkorea gemeinsam in der Hauptstand Nordkoreas einen Abendmahlsgottesdienst feiern und für die Wiedervereinigung ihres Landes beten.
Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland hat am 9. Oktober auf Anregung der Ratsdelegation den Beschluss gefasst, den Gliedkirchen für Sonntag, den 1. November eine Fürbitte zu empfehlen, die den Dank für die Öffnung der innerdeutschen Grenze vor zwanzig Jahren mit der Bitte um die friedliche Überwindung der Teilung Koreas verbindet.

Das folgende Gebet mag hierfür als Anregung dienen:
Gütiger Gott, in diesen Tagen werden wir an das wunderbare Geschenk der Einheit in Freiheit erinnert. Wir danken Dir dafür, dass vor zwanzig Jahren die Teilung Deutschlands ohne Blutvergießen ein Ende fand.Wir denken in diesen Tagen aber auch an das koreanische Volk, das noch immer unter der Teilung in zwei Staaten leidet. Familienangehörige leben seit beinahe sechzig Jahren voneinander getrennt und sehnen sich nach einem Wiedersehen.Wir bitten Dich, gemeinsam mit unseren Schwestern und Brüdern in Nord- und Südkorea, um Versöhnung zwischen Nord- und Südkorea. Möge auch in Korea durch Deine Güte die Wiedervereinigung in Freiheit auf friedlichem Weg geschehen.

Kontakt: Gemeindekirchenrat - Lageplan

Gemeindekirchenrat

Ursula Daiber 796-1146

Bok-Min Jung 011 – 223 4238

Roger Knecktys 010-4697-2377

Michael Menke 422-3511

Hyun-Kyung Park 010-9170-0502

Claudia Schmitz 7484-113

Pfarrer Reinhard Schmitz 795-0393

E-Mail: egds.seoul@web.de


Hier finden Sie unsere Kirche:





Zum Vergrößern auf die Pläne klicken!

Lageplan der Pfarrwohnung (Missioner House "A", Nähe Millenium Hilton-Hotel)






Bibellese

Mit der Bibel durch die Woche

Einige Gedanken zum Wochenspruch 23. – 29. 8. 2009, 1.Petr. 5,5

Als meine Frau und ich am Sonntag (23.8.) in Korea ankamen, da lautete der Spruch für die vor uns liegende Woche: Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.

Eigentlich hätte ich mir ein Wort mit mehr Zuspruch gewünscht fuer den Anfang in Seoul. Es ist ein Satz aus einem Seelsorgebrief, den der Apostel Petrus an die Gemeinden in Kleinasien schrieb: „..den Fremdlingen in der Zerstreuung, die erwählt sind…..in ihrem Leiden, ….in der Verfolgung….haltet rein eure Seelen…“

Dieser Satz aus 1. Petr. 5,5 ist ein plakativer, moralischer Satz, der öfter von Fundamentalisten zitiert wird - in ihrem Schwarz-Weiß-Denken: da die Guten, dort die Bösen, da die Gläubigen, dort die Nichtgläubigen.

Ich denke, so einfach gestrickt ist die Welt nicht, so einfach gestrickt sind wir Menschen nicht. Es gibt nicht einfach auf der einen Seite die Hochmütigen und auf der anderen Seite die Demütigen. Wir Menschen verkörpern beides in uns: das Hochmütige und das Demütige.

Dietrich Bonhoeffer schrieb im Gefängnis das Gedicht: Wer bin ich? „Sie sagen mir oft, ich träte aus meiner Zelle gelassen und heiter und fest wie ein Gutsherr aus seinem Schloss. …..Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß? Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig, ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle…“ …..Bin ich beides zugleich? Vor Menschen ein Heuchler und vor mir selbst ein verächtlicher wehleidiger Schwächling?“

Beim Wort Hochmut kommt uns schnell die Assoziation: Hochstapler, Schauspieler. Der spielt was anderes als das was er ist, er spielt eine Rolle, er ist nicht authentisch.

Eine recht negative Deutung in unserer heutigen Sprache hat auch das Wort: Demut. „So klein kann man doch Menschen nicht machen“ oder: „So soll man nicht gerade von uns Christen denken, die wir den aufrechten Gang von unserm Gott geschenkt bekommen haben.“

Man hat Menschen auch in der Kirche gedemütigt. In unserem wunderschönen Gesangbuch gibt es auch Verse wie: „….ich bin viel zu wenig zu rühmen seinen Ruhm, der Herr allein ist König, ich eine welke Blum…“

Ich mag an dem alten Wort Demut, dass da von Mut die Rede ist. Den Mut, dass ich mich nicht größer machen muss als ich bin – und sicher auch nicht kleiner. Aber so klein dann doch, dass neben mir noch andere wachsen und leben können. Das braucht schon Mut. Früher nannte man diesen Demut. Heute kenne ich kein besseres Wort dafür.

Wenn ich meinen Lebensweg zurückverfolge, sehe ich Menschen vor mir, die solchem Mut, solcher Demut ein Gesicht gegeben haben. Sie waren mir Wegweiser, weil sie „weg – Weiser“ nämlich „von – sich – weg – Weiser“ waren. Sie haben auf einen anderen verwiesen: auf Gott und seinen Christus.

Vor Gott bin ich nicht nur eine welke Blume – vielmehr ein einzigartiger, unverwechselbarer Mensch neben anderen Menschen, die die gleiche Berufung haben wie ich. Zu dieser Lebenseinstellung gehört Mut.

Dietrich Bonhoeffer sagte es in seiner Gefängniszelle so: „Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott!“


Unser Pfarrer-Ehepaar
















Pfarrer Reinhard Schmitz und Frau Elisabeth

Wir sind am 23.08. in Seoul angekommen und freuen uns auf das Arbeiten und Leben in der deutschsprachigen Gemeinde. Neugierig sind wir aber auch auf die Menschen und das Land Korea insgesamt.

Ursprünglich kommen wir aus dem Raum Heidelberg-Speyer. Unsere letzte Wohnung hatten wir in Amberg (Oberpfalz). Dazwischen wohnten wir in Regensburg (Vikariat), 10 Jahre in Tansania (ich war Pfarrer bei dem Bay. Missionswerk), 6 Jahre in Treuchtlingen-Mittelfranken (als Gemeindepfarrer) und 19 Jahre in Amberg (als Pfarrer in der Justizvollzugsanstalt für Wiederholungstäter und Inhaftierte mit lebenslanger Haftstrafe.)

Meine Frau war Grund- und Hauptschullehrerin und unterrichtete mit Unterbrechungen an pfälzischen und oberpfälzischen Schulen, sowie 1 Jahr an der deutschen Schule in Kidugala (Tansania).

Wir sind seit 1.6.07 bzw. 1.5.09 im Ruhestand. Unsere beiden Kinder u. 2 Enkelkinder wohnen in Aschaffenburg und München.

Die Aufgabe und die Berufung in die ev. deutschsprachige Gemeinde Seoul empfinden wir als eine spannende Herausforderung in unserem neuen Lebensabschnitt. Dankbar sind wir für die Möglichkeit, das Evangelium von Jesus Christus in diesem für uns ganz fremden Kulturkreis neu zu lesen, zu leben und zu verkündigen.


Predigten

Predigten folgen ...

Mitgliedschaft und Spenden



Die Evangelische Gemeinde deutscher Sprache in Seoul ist in ihrer Organisation ein selbständiger Verein. Die Gemeinde lebt vom ideellen und finanziellen Engagement ihrer Mitglieder. Den Haushalt müssen wir selber durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Basare und Feste aufbringen. Nur gelegentlich, bei außergewöhnlichen Anforderungen, erhalten wir einen Zuschuss von der Evangelischen Kirche in Deutschland. Der Pfarrer lebt von seinen eigenen Einkünften, Die Gemeinde stellt ihm die Wohnung, die Evangelische Kirche in Deutschland zahlt ihm einen Betrag zur Deckung seiner Unkosten in Deutschland. Das Bestehen der Gemeinde seit 30 Jahren verdankt sie also ihren Mitgliedern und Spendern. Trotz der geringen Finanzmittel ist die Gemeinde nicht nur ihrem geistlichen, sondern immer auch ihrem diakonischen Auftrag nachgekommen, indem sie mit den Spenden soziale Projekte in Korea unterstützt hat. Sie haben in den Gemeindebriefen immer wieder davon lesen können. Allen Ihnen möchte ich ganz herzlich für ihre Bereitschaft danken, der Gemeinde die finanzielle Grundlage zu sichern, einen Beitrag zu diakonischen Aufgaben zu leisten und mit Ihrem Einsatz das Leben der Gemeinde zu gestalten. Diejenigen, die nicht Mitglied sind, möchte ich einladen, sich der Gemeinde anzuschließen.

Als Regelbeitrag für eine Familienmitgliedschaft – unabhängig von der Anzahl der eintretenden Familienmitglieder – hat die Gemeinde einen monatlichen Beitrag von 50.000 KRW festgesetzt., Studenten 10.000 KRW. In besonderen Fällen kann dieser Betrag ermäßigt oder erlassen werden. Am Geld jedenfalls scheitert die Mitgliedschaft in einer christlichen Gemeinde nicht. Natürlich ist die Gemeinde jedem dankbar, der auch mehr als diesen Regelbeitrag zu zahlen bereit ist. Ein Beitrittsformular finden Sie auf den letzten Seiten unseres Gemeindebriefes.

Natürlich gibt es immer wieder Situationen, die eine Mitgliedschaft nicht oder im Moment nicht zulassen. Unsere Veranstaltungen stehen selbstverständlich auch allen Nichtmitgliedern offen. Als Gemeinde freuen wir uns über Spenden.

Lohnsteuerzahler in Deutschland erhalten am Jahresende eine Spendenbescheinigung, wenn Sie uns Ihren Wunsch mitteilen. Auch die Mitgliedsbeiträge sind in diesem Sinne Spenden.

Andere Webseiten

http://www.kirche-entdecken.de/

EKD


EKD-Übersee

Katholische Gemeinde Seoul

Geschichte der Gemeinde

30 Jahre Evangelische Gemeinde Deutscher Sprache in Korea

Der 5.Juni 1977 ist das Gründungsdatum für die evangelische Auslandsgemeinde in Seoul. Damals lebten nur wenige hundert Deutsche in Korea. Eine kleine Gruppe engagierter evangelischer Christen hatte sich zusammengetan und beschlossen, sich in einer kirchlichen Gemeinschaft zu organisieren. Nach einem Gottesdienst in der Lukaskapelle der Yonsei-Universität trafen sie sich und stellten eine erste Gemeindeordnung zusammen. Damit war eine Grundlage und Ausgangsbasis für die Gestaltung und weitere Entwicklung des Gemeindelebens geschaffen worden. Es war Pfingstzeit, und man vertraute auf die Kraft und Wirkung des Heiligen Geistes, der „die ganze Christenheit auf Erden beruft, sammelt, erleuchtet, heiligt und sie bei Jesus Christus erhält im rechten einigen Glauben“ (M.Luther).

Im folgenden Jahr 1978 bestand die Gemeinde aus 17 eingeschriebenen Mitgliedern. Mittlerweile war auch ein Kirchenraum für die Sonntagsgottesdienste gefunden worden: die International Lutheran Church (ILC). Hier kam und kommt die evangelische deutschsprachige Gemeinde bis heute zum Gottesdienst zusammen, unterbrochen in den Jahren 1999 und 2000, in denen die Hannam-Kirche Gastgeberin für die Gemeinde war.

Auf Gott vertrauen – das Leben im Ausland miteinander gestalten – Menschen in der Fremde eine geistliche Heimat geben – so läßt sich umschreiben, was sich die Gemeinde als Ziel gesetzt hat. Dabei halfen in den Jahren 77-91 vor allem die Pfarrer Böhnke, Isermeyer und Thoma, die jeweils etwa sechsmal im Jahr von Tokio nach Seoul kamen, um der Gemeinde mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

„Der Wechsel von Personen in unserer Gemeinde ist Normalität“, diese Feststellung eines Gemeindegliedes bei einer Gemeindeversammlung beschreibt trefflich die Situation vieler Auslandsgemeinden. Das Ankommen und Abschiednehmen ist ein charakteristisches Merkmal. Veränderung und Wandel sind damit verbunden. Für Kontinuität und Halt steht der Gottesdienst. Das Lob Gottes und das Hören auf Gottes heilsames Wort – das bildet die Mitte der Gemeinde Jesu Christi. Von dieser Mitte ging von Anfang an der Blick hinaus auf die Nachbarschaft und Gesellschaft.

Nachdem es am1.Oktober 1986 zur Gründung einer „Deutschsprachigen Katholischen Gemeinde Seoul“ gekommen war, wurde daraufhin der Wunsch nach einem Kennen lernen und nach Zusammenarbeit, wo immer auch möglich, geäußert. Eine erste Folge davon war, daß der seither von der evangelischen Gemeinde hergestellte Gemeindebrief seit März 1987 erweitert wurde und seitdem von beiden Gemeinden erstellt wird.

Gemeinsame Gottesdienste zu verschiedenen Anlässen im Laufe eines Jahres wurden initiiert und haben heute ihren festen Ort im Leben beider Gemeinden, ebenso das große Sommerfest, der ökumenische Kirchenchor, Weltgebetstag der Frauen, und die gemeinsamen Bibelstunden und Ausflüge. Die evangelische Gemeinde war sich von Anfang an auch ihrer sozialen Verantwortung in Korea bewußt. Die Verbundenheit zu verschiedenen sozialen Einrichtungen und die soziale finanzielle Unterstützung durch Gottesdiensteinlagen und Sommerfesteinnahmen gehören zum Konzept der Gemeinde. So kamen z.B. im Jahr 2002 ca. 40% der gesamten Ausgaben der evangelischen Gemeinde mehreren Sozialprojekten zugute! Nach längeren Verhandlungen kam es im Mai 1999 zur Mitgliedschaft der evangelischen Gemeinde bei der Presbyterianischen Kirche in der Republik Korea (PROK). Damit wurde eine offizielle Anbindung an eine koreanische Kirche besiegelt.

In Abwandlung eines Lutherwortes gilt: Das Leben einer Gemeinde ist nicht ein Sein, sondern ein Werden. (Pfarrer Klaus Reiser)