Mittwoch, 1. Oktober 2008

Über uns

Evangelische Gemeinde deutscher Sprache in Korea

In der EGDS sind überwiegend evangelische Christen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Korea, die in Südkorea leben, in der deutschen Sprache Gottesdienst feiern und Gemeinde erleben wollen. Im Augenblick sind wir etwa 60 Familien. Besucher sind natürlich immer willkommen. Vom Bekenntnis her sind die meisten lutherisch oder reformiert.



Das Leitbild der EGDS

Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus. (Epheser 4, 5)

Die Evangelische Gemeinde deutscher Sprache (EGDS) will eine einladende, fröhliche und diakonisch engagierte Gemeinschaft sein, die dem Beispiel Jesu Christi folgend das Evangelium in Wort und Tat bezeugt. Sie vertraut auf den lebendigen Gott und die Kraft des Heiligen Geistes.

Wir wollen eine Gemeinschaft von Christen unterschiedlicher Konfessionen in Seoul und Südkorea sein, die deutsch sprechenden Menschen, vornehmlich aus Europa und Korea, eine geistliche und kulturelle Heimat sein will. Deutsche und Koreaner, die in Korea leben, hier arbeiten, hier verheiratet oder aus Deutschland zurückgekehrt sind, die die Verbindung in ihre 2. Heimat pflegen oder die deutsche Sprache praktizieren oder lernen wollen, sollen bei uns einen Ort der Begegnung und des Austausches, ein Stück Heimat, finden. Wir heißen darüber hinaus Menschen aller Völker und Rassen willkommen.

Unsere Gottesdienste wollen wir in einer Weise gestalten, die die Nähe Gottes und die Wahrheit des Glaubens erfahrbar macht. Dazu dienen traditionelle und neue Kirchenmusik, eine lebendige, lebensnahe Predigt, die aktive Mitwirkung einzelner und der ganzen Gemeinde und das Abendmahl als Fest der Gemeinde.

Der Gottesdienst soll mit dem Kirchenkaffee als Treffpunkt deutschsprachiger Menschen ein Ort der Kommunikation sein, also der Unterhaltung, des gegenseitigen Austausches, der gegenseitigen Hilfe in Rat und Tat und des Findens von guten Freunden und Freundinnen. Menschen, die neu in Korea leben, wollen wir das Einleben und Zurechtfinden erleichtern. Wir wollen uns besonders Kindern und Jugendlichen öffnen, regelmäßigen Kindergottesdienst anbieten und Jugendlichen einen Treffpunkt - jenseits von Schule und Elternhaus.

Wir wollen das Evangelium von Jesus Christus und die lebensbejahende Schönheit des christlichen Glaubens in seiner heilenden, befreienden und rettenden Dimension einladend verkünden und Menschen, die in Deutschland der Kirche angehören, auch hier die Möglichkeit eröffnen, ihren Glauben zu leben. Menschen, die die Kirche verlassen haben, laden wir einen, einen neuen Anfang im Glauben zu machen. Wir sind offen für Menschen, die mit ihren Fragen und Zweifeln zu uns kommen, und wollen uns bemühen, ihnen aufrichtig und freundlich gerecht zu werden.

Wir wollen seelsorgerlich wirken und Menschen in Not beistehen. Dabei wollen wir mit Rat und Tat, Gebet und Fürbitte helfen. Wir wollen uns diakonisch engagieren und mehrere Projekte durch Information, Aufklärung und Fundraising unterstützen. Dazu gehört z. B. das Global Sarang Center der PROK, das sich um Migranten und sozial benachteiligte Menschen kümmert. Unserer Verantwortung für die Welt wollen wir durch verstärktes Eintreten für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung und besonders durch Aufklärung und Bewusstseinsbildung für den Schutz des Klimas gerecht werden. Wir werden alle Bemühungen unterstützen, die dem Frieden auf der koreanischen Halbinsel dienen und darauf gerichtet sind, die Teilung Koreas zu überwinden.

In Dankbarkeit sind wir als Auslandsgemeinde eng mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) verbunden und suchen auch in Zukunft deren Beratung und Unterstützung. Anfragen, Anregungen und Bitten der EKD wollen wir mit Respekt konstruktiv aufnehmen und umsetzen und eng mit der EKD zusammenarbeiten.

Als Teil der Presbyterianischen Kirche in der Republik Korea (PROK) haben wir Anteil an der Arbeit des Nationalen Kirchenrates in Korea (NCCK). Wir suchen darüber hinaus die ökumenische Zusammenarbeit mit allen christlichen Kirchen, vornehmlich mit der Lutherischen Kirche Koreas (LCK) und der International Lutheran Church (ILC). Wir wollen eng mit der deutschsprachigen katholischen Kirchengemeinde (DKG) zusammenarbeiten und die Partnerschaft mit der Kyungdong-Kirchengemeinde der PROK verstärken.

Wir suchen den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit mit allen Institutionen, Vereinen und Einrichtungen, die sich um das Wohl und die Interessen der deutschsprachigen Menschen in Seoul und Korea kümmern. Dazu gehören insbesondere die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland und der deutschsprachigen Länder, die Deutsche Schule Seoul International, die Deutsch-Koreanische Handelskammer und die Deutsch-Koreanische Gesellschaft.

Beschlossen auf der Gemeindeversammlung am 24.04.2016





Volker Thiedemann - Pastor der Evangelischen Deutschsprachigen Gemeinde, seit September 2015 in Seoul - Darf ich Sie neugierig machen?



Mehr erfahren über Gott und die Welt - Glaube, Bibel und Theologie griffig machen - Lebensfragen bedenken und Antworten suchen - Freud und Leid teilen - Einander helfen - Deutschsprachigen einen Ort der Besinnung und der Reflektion des eigenen Lebens anbieten. Das steht auf der Rückseite meiner Visitenkarte und ist mein Angebot für deutschsprachige Menschen in Seoul. Von 1985 bis 1993 Rechtsanwalt in Hamburg, dann zunächst Vikar und Pastor in Hamburg, darauf 5 Jahre "Steppe" in Tansania mit Verantwortung für Qualitätsmanagement und Neubau kirchlicher Schulen, Ausbildung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kirche und Dienst als Pastor für Deutschsprachige in Nordtansania. Bis 2015 Oberkirchenrat im Landeskirchenamt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland mit Verantwortung im interkonfessionellen Dialog und der Zusammenarbeit zwischen Kirchen weltweit. Als ehemaliger Scheidungsanwalt und Strafverteidiger kenne ich menschliche Höhen und Tiefen. Ich bin Realist und sage gerade deshalb, dass Gott lebt, mir in meinem Leben begegnet ist und mich den Weg vom Juristen zum Pastor hat gehen lassen. Ich kenne Hunger und AIDS und weiß, wie Armut aussieht und riecht. Redlich und intellektuell "Theologie treiben" und Christentum verständlich als Lebenshilfe attraktiv machen, ist mir wichtig. Christentum ist keine Märchenstunde sondern der Schlüssel für gelingendes Leben. Von anderen lernen hört für mich nie auf, besonders als jemand, der erst seit Anfang September in Korea ist. Ich freue mich über Menschen, die mich an ihrer Erfahrung in Korea teilhaben lassen. Manchmal braucht man auch einen verschwiegenen Gesprächspartner. Das könnte ich sein. Kirchenzugehörigkeit oder Konfession spielt keine Rolle.
Rufen Sie mich an: 010-3260-3064.


Volker Thiedemann