Mittwoch, 1. Oktober 2008

Über uns



Evangelische Gemeinde deutscher Sprache in Korea

In der EGDS sind überwiegend evangelische Christen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Korea, die in Südkorea leben, in der deutschen Sprache Gottesdienst feiern und Gemeinde erleben wollen. Im Augenblick sind wir etwa 40 Familien. Besucher sind natürlich immer willkommen. Vom Bekenntnis her sind die meisten lutherisch oder reformiert.



Unser Pfarrer Martin Zamel


Mit diesen Zeilen möchte ich mich Ihnen als der neue Pfarrer vorstellen.
Mein Name ist Martin Zamel.  Geboren bin ich  1946 in Lübeck. Mein weiterer Lebensweg  führte mich nach Lüneburg, wo ich die Mittlere Reife  erlangte. Im Anschluss daran absolvierte ich eine  kaufmännische Lehre als Großhandelskaufmann in Hamburg. Schon als Kleinkind war es mein ersehntes Ziel, Pastor zu werden und  so besuchte ich das Claus-Harms-Kolleg in Kiel.  1970 erlangte ich dort die Hochschulreife.  Das Studium der Theologie führte mich an die  Universität nach Göttingen und Tübingen. Seit 1978 bin ich Pastor, wobei mir wichtig ist, dass ich in  meiner Geburtsstadt ordiniert wurde.  Über 15 Jahre war ich als Gemeindepfarrer in Itzehoe und im Umland von Itzehoe tätig. Hier hatte ich für ein Jahrzehnt die Gelegenheit, das Leben auf dem Lande kennenzulernen. Danach wechselte ich zur Militärseelsorge nach Heide, meinem jetzigen Wohnort. Von 2002 bis 2005 bin ich Seelsorger in  Nordfriesland gewesen, der nördlichen Region von Schleswig-Holstein. Seit  2005 bin ich im Ruhestand. Von  2007- Juni 2013 war ich Auslandspfarrer in Sofia.
Ich bin  67 Jahre alt, seit 33 Jahren verheiratet mit Monika  Zamel. Wir haben zwei erwachsene Kinder, einen Sohn und eine Tochter. Rückblickend muss ich sagen, dass ich mein Leben entscheidend  als von  Gott geleitet und getragen weiß. “Von allen Seiten umgibst Du mich und hältst Deine Hand über mir“ dieses Wort aus dem 31. Psalm hat mein Leben bestimmt. Ich bin mein Leben lang von dem Wunsch geleitet worden,  Pastor  zu werden, obwohl ich ohne starke kirchliche  Bindung aufgewachsen bin.   Als „Rentenpfarrer“ bin ich nun seit September 2013 in Soul und begleite dort die Evangelische Gemeinde Deutscher Sprache. Für mich ist der Ruhestand die Fortsetzung dessen, was mir in meinen aktiven Berufsjahren immer von großer Bedeutung war:  „ Wenn nichts mehr geht, Brücken bauen“. Was mir an meinem Beruf bis heute gefällt  ist die Seelsorge, die praktische Nähe zum Menschen. Ich sehe meine Aufgabe darin, Hilfe bei persönlichen Problemen zu leisten, Lebensorientierung zu geben und christliche Werte zu vermitteln. Darüber hinaus ist mir das Gespräch mit kritisch denkenden Menschen wichtig, . Viel Wert lege ich auf das Gespräch mit Andersdenkenden. In den 6 Jahren in Sofia habe ich diese Gelegenheit wahrgenommen und ökumenische  Kontakte aufgebaut. Es ist daher mein Wunsch, ökumenische Kontakte und Bindungen zu anderen koreanischen Kirchen und Gemeinden zu erhalten und zu pflegen.
Ich habe Lust am Gestalten. Aber ich weiß, wer leitet, ist angewiesen auf andere, die mittragen. Deshalb freue ich mich darauf,  mit meinem kirchlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen   „Kirche zu bauen“. Ich komme gerne  nach Seoul, weil  ich  aus tiefster Überzeugung sagen kann: „Du stellst meine  Füße auf weitem Raum“. Gott sei  Dank!

          Mit herzlichem Gruß
          Ihr Martin Zamel, Pastor i.R.